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Iris Labacher | Bloggerin & Niederlassungsleiterin

Iris Labacher bloggt zu Themen in der Personaldienstleistung, Vertrieb und Recruiting von 50Plus Kandidaten.
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Die eierlegende Wollmilchsau: Die Suche nach perfekten Bewerbern

Nobody is perfect Bildquelle: adobe/stock

Hühner legen Eier, Schafe liefern Wolle, Kühe sorgen für Milch und das Schwein liefert Fleisch. Das Problem: Jedes einzelne Tier braucht Platz, Futter und Zuwendung. Wäre es da nicht einfacher, alle Vorzüge zu einem einzigen Tier zu vereinen?


Wie die eierlegende Wollmilchsau kommen auch mir im täglichen Recruiting-Geschäft immer wieder Jobanzeigen unter, die derartige Fanatasiewesen suchen. Unternehmen suchen mit hohen Anforderungen und schmalen Angeboten verbissen nach dem „perfect match" und fallen so um die besten Kandidaten um. Warum das so ist und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.


Fehler #1: Null-Toleranz-Recruiting

Natürlich, die exakte Vorstellung vom perfekten Bewerber klingt entschlossen und durchdacht. Und doch sind Scheuklappen im Recruiting der Chancentod jeder erfolgreichen Strategie. Je kompromissloser das Anforderungsprofil, umso höher die Wahrscheinlichkeit, Bewerbungen von „Blendern" zu erhalten.


So gehen Sie damit um:

Schrauben sie ihren Perfektionismus zurück! Überlegen sie sich bei der Profilerstellung ganz genau, welche Skills unbedingt nötig sind. Überarbeiten sie ihre Anforderungen für die Stelle und setzen sie Prioritäten.


Teilen Sie Ihre Anforderungsprofile in drei Kategorien ein: Was ein Kandidat unbedingt mitbringen muss, was er mitbringen sollte und was zusätzliche Wünsche sind. Verzichten Sie bewusst darauf, Bewerber zu finden, die das Stellenprofil zu 100 Prozent erfüllen. Sprechen Sie auch mit Bewerbern, welche nur die Grundanforderungen und Teile der Soll-Kategorie erfüllen. Diesen Kandidaten können Sie mehr Perspektiven bieten als einem 100-Prozent-Bewerber.


Fehler #2: Trödeln im Bewerbermanagement

In der täglichen Arbeit passiert es nur allzu oft, dass wirklich gute Kandidaten ihre Bewerbung zurückziehen, weil sie viel zu lange auf eine Antwort warten müssen. Das Problem: Zu lange Entscheidungswege führen dazu, dass Unternehmen im Schnitt 102 Tage brauchen, um eine Stelle zu besetzen. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 57 Tage. Damit sind langsame Recruitingprozesse ein häufiger Grund, gute Bewerber zu verlieren.

So gehen Sie damit um:

Beschleunigen Sie Ihre Reaktionszeit. Wirklich gute Kandidaten sind nur wenige Tage verfügbar – und warten nicht auf Ihre Entscheidung. Mit etablierten Bewerbermanagementsystemen (HR4YOU, erecruiter, prescreen, etc.) optimieren Sie Ihre Recruitingprozesse und sorgen dafür, dass Ihre Kandidaten jederzeit über den Status ihrer Bewerbung informiert sind.


Fazit: Mut zur Lücke

Meine Erfahrung zeigt: Gespräche mit Quereinsteigern sind oft interessanter als jene mit Top-Kandidaten, die alle Voraussetzungen erfüllen. Wer nur zum Teil zur Jobausschreibung passt, bringt dafür neue Perspektiven und überraschende Potenziale, die dem Betrieb frisches Leben einhauchen. Aber auch hier gilt: Eine rasche Reaktionszeit und kurze Entscheidungswege sind für gute Kandidaten beeindruckender und vertrauenserweckender als lange Wartezeiten auf Rückmeldungen.

Wenn das zutrifft, sollten Sie auch mit 50Plus den...

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